“Airliner kollidiert mit Drohne” – Aufklärung kann diese Unfälle vermeiden

  • myFLYzone mit Live Verkehrswarnung - Radar für Drohnenpiloten

Immer mehr Drohnen in der Luft verursachen immer mehr Vorkommnisse. Die Meldungen über beinah Unfälle, also “near misses”, häufen sich:

Im Landeanflug entging das Flugzeug einer Katastrophe nur knapp!

Beinah Unfall eines Airliners, nur 10m neben dem Flügel

Pilot konnte im letzten Moment ausweichen

Die Medien verbreiten gerne wie Airline Piloten berichten, dass sie beinahe mit einer Drohne kollidiert sind. Doch es wäre recht einfach zu verhindern, dass Drohnen in die Nähe der Kommerziellen Luftfahrt kommt. COPTERview arbeitet daher mit der Vereinigung Cockpit zusammen und entwickelt Lösungen, die diese Szenarien vermeiden sollen. Auch wenn viele davon sprechen, dass die meisten Drohnensichtungen nicht real sind. Zu wissen, dass eine entsprechende Technologie funktioniert, schafft Sicherheit für Piloten und Passagiere. Dabei setzt COPTERview auf Verantwortung und vermeidet Sperrmechanismen, sogenanntes Geo Fencing.

Luftfahrt operiert nach Sicht, Verfahren und Vertrauen als Regel

Nur wenige Nicht-Piloten wissen es, Luftfahrt im bodennahen Luftraum funktioniert wie Autofahren. Es gibt zwar Verfahren und Regeln aber letztlich basiert das System auf gegenseitiger Rücksicht. Wir alle fahren auf der rechten Straßenseite (ok, außer in UK) und achten rechts vor links. Dieses System funktioniert seit Jahrzehnten genauso in der Luftfahrt. Egal ob mit einer Boeing 737 oder einem Sportflugzeug, alle wissen wie siche der Andere verhalten wird und vertraut darauf. Erst mit den Drohnen entsteht nunmehr eine Situation, in der die guten alten Regeln nicht mehr greifen. Drohnen sind laut Definition auch Luftfahrzeuge, “sehen” jedoch die anderen Verkehrsteilnehmer nicht (oder viel zu spät) und haben völlig andere Verhaltensmuster. Sei reihen sich nicht ein, halten nicht dieselbe Höhe, fliegen z.T. Zig Zag. Zudem können Piloten aus bemannten Flugzeugen die Drohnen aufgrund ihrer Größe erst kurz vor einem Unfall erkennen. Zu wissen, dass eine Gefahr besteht aber diese nicht zu sehen, schafft unbehagen. Daher floriert gerade auch die Branche der Drohnenabwehr. Aber was kann der Gesetzgeber fordern? Schulung und Aufklärung der Drohnenpiloten ist eine notwendige Maßnahme, wird jedoch nur teilweise helfen.  Denn die Piloten am Boden können schlicht die herannahenden Flugzeuge nicht oder zu spät erkennen.

Verkehrsmeldungen zwingen Drohnenpiloten zur Verantwortung

Analysiert man die Meldungen von kritischen Situationen mit Drohnen erkennt man, dass die meisten Unfälle auf Unwissenheit basieren. Professionelle Drohnenpiloten sind im Verband organisiert, kennen die Regeln und vermeiden Risiken, um ihr Unternehmen nicht zu gefährden. Neue, schlecht informierte Draufgänger oder Neugierige gehören vielmehr zu denjenigen, die in Mitten der Stadt oder z.B. im Anflug von München auftauchen. Eine Softwaresperre, die Geräte auf max. 30m Höhe begrenzt ist eine Lösung der Industrie. Warum gibt es allerdings keine Autos, die für die USA auf die maximale Geschwindigkeit von 65 Meilen oder für die Schweiz auf 130km begrenzt sind?

COPTERview schlägt vor, Piloten mit Verkehrsmeldungen zu versorgen. Wie im Bild zu sehen ist es technologisch möglich auf den Handys der Piloten oder den Steuerpulten der Drohnen herannahenden Verkehr darzustellen. Piloten werden gewarnt und bekommen hinweise, wie sie reagieren sollten. Gegenmaßnahmen können frühzeitig eingeleitet werden aber viel wichtiger, Drohnenpiloten erkennen erstmals die Gefahrensituation, bevor sie zu einer Meldung führt. Wir sind überzeugt, dass dies alle anderen Piloten beruhigt. Denn zu wissen, dass alle die Regeln kennen und sich daran halten schafft Sicherheit.  Das wissen wir nicht erst seit dem 7. Sinn.

 

By | 2016-12-09T11:12:54+00:00 08.12.16|News|Kommentare deaktiviert für “Airliner kollidiert mit Drohne” – Aufklärung kann diese Unfälle vermeiden

About the Author:

Michael Wieland ist Privatpilot und Gründer der COPTERview airDATA UG, die das Portal myFLY.zone betreibt.